SBS/Exchange die richtige Wahl für kleines Unternehmen?

  • Hallo liebe Community,


    ich habe jetzt schon diverse Foren und das Internet durchstöbert, um mir einen Eindruck von SBS bzw. Exchange zu machen, habe aber nicht alle Antworten gefunden bzw. möchte ich einfach mal euren Rat einholen.


    Im Zuge eines Umzuges wollen wir in unserem Unternehmen einen zentralen Server aufsetzen (um Dateien zu tauschen, zusammenzuarbeiten - bis jetzt lief das alles "dezentral") und dabei auch gern unsere Outlooks verbinden. In diesem Zusammenhang bin ich auf den SBS aufmerksam geworden, wo man ja für relativ wenig Geld einen Server mit Exchange bekommt. Beim Aufsetzen/Einrichten des Servers werden wir uns professionelle Hilfe holen, nur möchte ich im Vornherein gern die ganze Thematik verstehen/durchschauen, damit man mich nicht für dumm verkaufen kann.


    Zur Ausgangslage:
    Wir werden uns einen Server zulegen, der per DSL ans Internet angeschlossen ist und per LAN an die Computer/Laptops in der Firma.


    1. Wenn ich direkt per LAN am Server dran bin, funktioniert dann der Exchange Server auch über LAN oder kommuniziert dann der Client-Outlook übers Internet mit dem Server? Das ist ja insofern problematisch, dass der DSL-Upload nicht so riesig sein wird und das Runterladen der E-Mails beim Client lange dauern wird, oder? Während bei einer direkten LAN-Verbindung ja mindestens 100MBit Bandbreite vorhanden sind.


    2. Kann ich, egal wo ich bin (z.B. am Wochenende von zu Hause mit meinem Laptop, den ich auch im Büro nutze), per Internet auf den Exchange-Server bzw. auf die E-Mails, Termine, etc. zugreifen? Brauche ich dazu eine feste IP für meinen DSL-Anschluss oder geht das auch mit dynamischen IPs?


    3. Nochmal zur Geschwindigkeit: Ist es überhaupt praktikabel, wenn ich mal nicht im Büro bin (Home-Office), mit dem Exchange zu arbeiten, wenn der "nur" über DSL mit dem Internet verbunden ist oder dauert es dann bswp. 10 Minuten, um meinen Terminkalender zu sehen?


    4. Unsere Domain/E-Mail-Adressen liegen bei einem Webhost. Nun habe ich gelesen, dass das Abholen der E-Mails über POP3 eher ungünstig ist und sie lieber direkt zugestellt werden sollen... wie kann ich mir das vorstellen? Was muss ich meinen Hoster fragen, damit ich weiß, ob er die E-Mails direkt an den Exchange-Server zustellen kann?


    5. Frage zum SBS allgemein: Kann man auf seine Dateien auch außerhalb des Büros per Internet zugreifen?


    So... das waren ersteinmal die Fragen, die mir auf den Nägeln brannten. Würde mich echt freuen, wenn ihr mir das beantworten könntet.



    Achso... was denkt Ihr, wird es kosten, den Server installieren/konfigurieren zu lassen (mal angenommen, dass ich die Hardware gleich mit kaufen würde)?



    Schonmal vielen Dank im Voraus


    JENS

    • Offizieller Beitrag

    Hallo,


    zu 1:) Wenn du Outlook einrichtest, dann gibts Du hier den SBS SErver an. Somit verbindet sich Outlook immer mit dem Exchange Server direkt. Dort sind dann auch die Postfächer.


    zu2:) Dazu mußt Du noch den RPC Proxy Dienst auf einem Domänenkontroller hinzufügen, (ist im Umfang von Windows dabei). Dann auf deiner Firewall die Port 443 Weiterleitung auf den Exchange Server aktivieren.
    Desweiteren sollte wenn nicht auf dem Router/Firewall dann zumindest auf dem Exchange Server ein Zertifikat erstellt sein.


    zu3:) sehe ich kein Problem. Denn Du solltest Outlook mit dem cached Modus konfigurieren und beim ersten mal die Verbindung über das LAN zum Exchange Server herstellen. Dann wird der komplette Postfachinhalt auf den client synchronisiert und später dann immer nur die Änderungen synchronisiert. Das sollte reichen.


    zu 4:) Ich würde das so lassen und die Mails über einen POP3 Connector vom Hoster zum Exchange Server holen. Senden solltest Du jedoch auch indem Du einen Server deines Providers als Smart Host verwendest.


    zu 5:) generell ja. Auf bei einem SBS Server ist RAS möglich. Oder auch VPN.


    Ich weiß nicht wie groß deine Firma ist, aber ein SBS kann nur bis max. 75 User Lizenziert werden.

    Gruss, Jürgen